Steel- oder Softdarts: Was soll ich kaufen?

Für Dartspieler, die in Turnieren antreten, stellt sich die Frage gar nicht, ob sie Steel- oder Softdarts kaufen sollen, da bei Turnieren unter Wettkampfbedingungen keine elektronischen Boards verwendet werden. Wer aber in der Freizeit einfach gerne ein paar Darts auf die Dartscheibe wirft, kann sich unter Umständen auch Softdarts kaufen, die ganz eigene Vorteile bieten.

Unterschiede zwischen Steel- und Softdarts

Wie der Name verrät, besteht die Spitze beim Steeldart aus Metall, beim Softdart aus Kunststoff. Erstgenannte Dartpfeile sind bis zu 30,4 cm lang, Softdarts nur bis zu 16,8 cm. Die beiden Faktoren führen dazu, dass das Gewicht beim Steeldart bis zu 50g deutlich höher als das auf 18g begrenzte bei Softdarts ist. Bei den Führenden der Dart-Weltrangliste beträgt das Gewicht meist zwischen 21 und 26g. Der Weltranglistenerste Michael van Gerwen verwendet 23-Darts. Der Steeldart wird auch dadurch schwerer, indem für den Barrel (das Verbindungsglied zur Spitze) eine Nickel-Wolfram-Legierung verwendet wird. Zudem gibt es weitere Unterschiede, da mit Steeldarts natürlich nur auf die klassischen Dartscheiben aus Sisal (das aus einer Faserpflanze gewonnen wird) gespielt werden kann und umgekehrt. Automatendart bietet den Spielern den Vorteil, dass ihnen viel Rechenaufwand erspart bleibt. Das Board zieht nämlich automatisch die nach jedem Wurf erzielten Punkte ab, was ohne die Elektronik manuell im Kopf erledigt werden muss. Ein Spieler muss auch rechnerisch begabt sein, wenn er Steeldarts kaufen möchte.

Vor- und Nachteile bei Steeldarts

Vorteile: Wer ambitioniert Dart spielen möchte, muss sich Steeldarts kaufen. Alle Wettkämpfe werden mit Steeldarts ausgetragen, also sollte man diese unbedingt auch im Training verwenden, da man sich meist monatelang an die eigenen Dartpfeile gewöhnen muss. Nur so kann man herausfinden, welches Gewicht optimal ist. Hier liegt auch ein Vorteil gegenüber Softdarts: Sind die verwendeten Dartpfeile zu leicht oder zu schwer, können einfach mit dem gewünschten Gewicht gekauft werden, was bei Softdarts schwieriger ist. Außerdem können Steeldarts einfach auseinandergeschraubt werden, sodass kaputte Teile oft durch Bestandteile aus anderen Dartpfeilen ersetzt werden können. Bei ästhetischen Bedürfnissen kann auch schnell ein anderer Flight eingesetzt werden. Das höhere Gewicht ermöglicht einen präziseren Wurf mit weniger „Steuung“.

Der größte Nachteil liegt darin, dass der Punktestand immer von Hand mitgerechnet werden muss. Dies kostet Zeit und es kann zu Fehlern kommen. Bei Turnieren wird diese Aufgabe vom sogenannten Caller übernommen. Sicherlich besteht bei den spitzen Dartpfeilen eine höhere Verletzungsgefahr, auch auf die Umgebung des Dartboards sollte man aufpassen. Die Haltbarkeit bei Sisal-Boards ist lange (oft über Jahre), bei Profi-Turnieren gibt es für jedes Spiel eine neue Dartscheibe.

Vorteile und Nachteile bei Softdarts

Wie erwähnt leigt der große Vorteil darin, dass elektronische Boards dem Spieler das Mitzählen abnehmen. Dies schützt vor Zeitverlust und Fehlern. Die Kunststoff-Darts sind für Menschen und Einrichtung ungefährlich. Daher sind sie gerade für Kinder eine tolle Alternative.
Probleme treten bei Beschädigung von Board oder den Pfeilen auf. Vor allem aber simulieren die Softdarts nicht den richtigen Wettkampf mit Steeldarts. Das geringere Gewicht kann zu stark abweichenden Wurfergebnissen führen. Generell sind diese für den Dartspieler etwas schwieriger zu platzieren, es kann schneller zu starken Abweichungen vom Ziel kommen.

Fazit

Wer ambitioniert Dart spielen möchte und an Wettkämpfen teilnehmen möchte, sollte sich unbedingt Steeldarts kaufen. Diese Dartpfeile werden auch in den Turnieren verwendet. Wer sich die Rechnerei sparen möchte und zum Spaß Dart spielt, kann auch zu den Softdarts bzw. elektronischen Scheiben greifen, die dem Spieler diese Aufgabe abnehmen. Zudem sind sie durch die Kunststoff-Spitze auch für Kinder geeignet.